Anfahrt Firmenportrait Impressum Kontakt
 

 

 

 

                 
                 

Reisebericht Tanganjikasee 2003 Teil 2

Heute ging es um 6:00 Uhr morgens in Richtung Karilani und Bulu Point, nach unserer Ankunft gegen Mittag musste natürlich sofort wieder getaucht werden.
Interessant ist auch, dass Karilani und Bulu Point näher zusammen liegen als man im allgemeinen glaubt. (ca. 500 m Luftlinie)

Es bot sich ein Bild, welches unsere Herzen sofort höher schlagen liess:
In einer Tiefe von ca. 3-18 m trafen wir auf einen riesigen Schwarm Cyprichromis microlepidotus "Bulu Point", der schier endlos zu sein schien.
Dann gab es noch einige schöne Petrochromis, Neolamprologus leleupi, Cyatopharynx furcifer, Ophtalmotilapia, Tropheus duboisi sowie einen Schwarm juveniler Lamprichthys tanganicanus, einem Killifisch.

Natürlich tauchten wir noch tiefer, so auf ca. 20 m.
Wunderschöne Xenotilapia sima, Neolamprologus tretocephalus, Lepidolamprologus kendalli und Cyphotilapia frontosa kreuzten unseren Weg.

An diesem Tag wurden etliche Cyprichromis gefangen, ein Teil davon schwimmt heute auch gesund und munter in unserer Anlage. Dann ging es in die Bucht von Karilani, wo wir vor Anker gingen.

Auch dieser Abend bot wieder ein kulinarisches Highlight der einheimischen Küche:
frische Frontosas mit Ugali (Maismehl, Salz und Wasser).
Ugali ist das Hauptnahrungsmittel in Ostafrika, es wird zu Fleisch, Fisch, mit Gemüse und Sauce gegessen.
Die Armen essen es oft auch nur so, ohne Beilage.

Der Frontosa ist geschmacklich der beste aller Fische, die wir dort gegessen haben, wobei der boulengeri auch nicht zu verachten war, jedoch war das Fleisch trockener als bei den Frontosas.

 

In der Nacht dieses ereignisreichen Tages gab es ein heftiges Gewitter mit Sturmböen auf dem See.

Die Besatzung sprang aufgeregt umher und versuchte, unsere Behälter mit den gefangenen Fischen zu sichern und unsere wenigen noch trockenen Sachen in Sicherheit zu bringen.

Unser Boot wurde von den Wellen und dem Wind heftig gebeutelt, so dass sogar 2 mal der Anker losgerissen wurde und wir gefährlich nahe an die aus dem Wasser herausragenden Felsen zugetrieben wurden.

Doch die erfahrenen Fänger hatten die Lage unter Kontrolle.

Diese Nacht sollte so gut wie ohne Schlaf für uns vorüber gehen, das gesamte Boot musste mit Planen abgedeckt werden, sonst wären wir früher oder später abgesoffen.

Auch am darauffolgenden Morgen war das Wetter schlecht und das Wasser so trübe, dass ein Tauchgang nicht lohnte, es regnete bis in den frühen Abend hinein.

Als der Regen endete, unternahmen wir trotz der schlechten Sicht einen Tauchgang vor der Insel Karilani.
Zunächst gab es einen felsigen Bereich bis ca. 6 m Tiefe, der dann in eine sandige Zone überging.

Nach dieser Zone kam ein Streifen, welcher übersäht war mit Neothauma-Schneckenhäusern, der bis zu 5 m breit war. Unvorstellbar, welche riesige Anzahl an Schneckenbarsche dort wohnen müssen.

Es waren Neolamprologus similis, brevis und boulengeri anzutreffen, wobei letzere mehr zwischen der sandigen Übergangszone und dem breiten Streifen ihre Häuser plaziert hatten.

Um die Insel Karilani herum kommen auch eine der schönsten N. leleupi-Varianten und Tropheus moori karilani vor.

Von diesen Tieren konnten leider nur 20 Stück gefangen werden.

Insgesamt haben wir in diesem Gebiet 4 Tage verbracht, da alle Tiere, die tiefer als 4 m gefangen werden, erst langsam dekomprimiert werden müssen, dies wird in der Regel morgens und abends in   3 m Schritten durchgeführt. Die Cyprichromis z.B. wurden in ca. 15 m Tiefe gefangen.

 

 


 
 
 
 
<  
Copyright tanganjikazucht.de Nov. 2008 1616   Besucher seit dem 03-Feb. 2003