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Reisebericht Tanganjikasee 2003 Teil 3

 Von der Insel Karilani aus fuhren wir im Morgengrauen Richtung Halembe, um dort Cyathopharynx furcifer halembe zu fangen.

Am ersten Fangplatz gingen die Fänger auf die Suche, konnten jedoch keine Tiere finden, daher wurde erstmal das Frühstück eingenommen, auf dem Speisezettel stand mal wieder eine Art Pfannenkuchen, wie jeden Morgen, so langsam konnten wir die Dinger nicht mehr sehen :( Naja, zur Abwechslung mal mit Zucker, um mal einen anderen Geschmack zu haben!
Zum Trinken gabs heissen Tee.

Also auf zum nächsten Fangplatz, ab ins Wasser, endlich tauchten die furcifer auf, die Fänger gingen ihrer Arbeit nach, in der Zeit konnte ich herrliche grosse Boulengerochromis microlepidotus bei der Brutpflege beobachten.

Als ich dem Weibchen zu nahe kam, begann dieses sofort mit Frontaldrohen...die Grösse war beachtlich, so ca. 40-50 cm dürften es schon gewesen sein! Das Männchen brachte stramme 60-70 cm auf das Maßband.

Wir hatten wirklich einen sehr guten Platz gefunden, an dieser Stelle waren mindestens 12 Paare beim balzen, und man konnte die Tiere hervorragend bei der Brutpflege beobachten.

So häufig wie hier haben wir diese Art zuvor und danach nicht mehr angetroffen.

Natürlich wollte ich die Tiere bei der Brutpflege nicht länger stören und begab mich weiter auf die Suche nach neuen Eindrücken.

Lange musste ich auch nicht suchen, ein schöner Ophthalmotilapia White Cap umgeben von einem Tropheus und Ctenochromis horei.
Dieser war ebenfalls voll in der Balz und begann sogleich mit seinem Weibchen abzuleichen.
Leider waren die Bewegungen für meine Kamera zu schnell und von den geschossenen Bildern wurde keines was.
Mittlerweile hatten die Taucher das Fangen der
Cyathopharynx furcifer beendet und der Fang war sicher in den Transportbehältern untergebracht.

Nach längerer Tauchzeit ging unsere Luft langsam zu Ende und wir mussten auftauchen, wieder einmal hatten wir die Zeit vergessen und die Crew wartete bereits auf uns.

Nun sollte die Reise weiter nach Maswa gehen.

In Maswa angekommen standen Tropheus duboisi maswa als Fang auf dem Programm, jedoch führte der erste Versuch nicht zum gewünschten Erfolg und wir zogen mit dem Boot ein Stück weiter.

 

Am nächsten Platz konnten in 2 Stunden nur 20 Tiere gefangen werden, daher wurde wieder das Fanggebiet gewechselt. Dort angekommen hatten wir dann mehr Glück, 3 Taucher gingen gemeinsam auf Fang und holten in wenigen Stunden mehr als 30 wunderschöne ausgewachsene Tropheus duboisi maswa an Bord bzw. in die Hälterungscontainer.

2 Taucher blieben vor Ort, um noch mehr maswas zu fangen, wir fuhren mit dem Boot auf die gegenüberliegende Uferseite namens Kirando.

Es erwartete uns schwerer Wellengang und aufgewühltes, trübes Wasser. Die Sichtverhältnisse waren mehr als schlecht, und so entschied Maiko, unser Tauchchef, einen Taucher loszuschicken, der einfach mal fangen sollte was ihm so vor das Netz kam.

Zutage kamen ein Callochromis macrops, von dem es bereits Bilder gab, aber der Fangort nicht dokumentiert war, sowie Xenotilapia ochrogenys, welche eine beträchtliche Größe hatten.

Die Weibchen ca. 15 cm und die Männchen hatten ca. 18 cm Länge. Die Weibchen hatten eine gelbe Zeichnung der Rückenflosse und teilweise sogar noch Larven im Maul, trotz des Fangs.

Sicherlich wären noch einige Schätze zu finden gewesen, aufgrund der schlechten Sicht und der mittlerweile vollen Hälterungscontainer traten wir jedoch die Heimreise nach Kigoma an, da wir nicht noch mehr Tiere in den Tanks halten wollten.

Auf dem Rückweg mussten wir wieder eine Nacht in Lubengela verbringen, wo uns unser freundliche Soldat aus Tansania schon erwartete, um seinen Benzintribut zu fordern.

Davon hatten wir leider selbst nicht genug, also mussten wir ihn mit 5000 tansanischen Shilling zufrieden stellen. (ca. 4 €).


 
 
 
 
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